30. November 2022
Erinnern, und gleich wieder vergessen – so nicht! – Podcast mit Hannan Salamat und Dina Wyler

Die Schweiz ist stolz auf ihre Neutralität, aber genau das Gefühl der Einzigartigkeit und des Einzelfalldasein führen dazu, dass das Erinnern nicht ernst genommen wird. Vielmehr nehmen viele eine Pose ein, tun so, als würden sie sich erinnern – Erinnerungstheater nennen Dina Wyler, Politikwissenschaftlerin, die im Bereich Antisemitismus und Antirassismus arbeitet, und Hannan Salamat, Mitarbeiterin beim ZIID und engagiert im Thema Erinnerungskultur, diesen Vorgang. Die beiden sezieren in ihrem Gespräch die Erinnerungskultur der Schweiz und darüber hinaus.

(21) Erinnern, und gleich wieder vergessen – so nicht! – memleket – stimmen der neuen schweiz | Podcast auf Spotify

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22. November 2022
Der Verein Haus der Religionen – Dialog der Kulturen distanziert sich klar von jeglicher Form der Zwangsverheiratung

Ein dem Verein Haus der Religionen – Dialog der Kulturen (kurz HdR) und dem muslimischen Verein Bern nicht bekannter Imam hat die Moschee des muslimischen Vereins im HdR missbraucht, um Zwangsheiraten durchzuführen. Der Verein HdR und der Muslimische Verein Bern verurteilen dies in aller Schärfe. Wir sind grundsätzlich ein offenes Haus und ein Ort der Begegnung für alle. Gemeinsam mit Imam Mustafa Memeti vom Muslimischen Verein Bern prüfen wir, wie es zu diesem Missbrauch kommen konnte und welche Massnahmen dies zur Folge hat.

Für den Verein Haus der Religionen – Dialog der Kulturen ¦ 15. November 2022

Medienmitteilung aktualisiert am 17.11.2022 – 16 Uhr

Die vollständige Medienmitteilung finden Sie hier.

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27. Oktober 2022
Finanzierung muslimischer Gemeinschaften in der Schweiz

Die Finanzierung muslimischer Gemeinschaften in der Schweiz ist eine kontroverse Frage, die in regelmässigen Zeitabständen politisch und medial aufgegriffen wird. So forderte beispielsweise der Lega-Politiker Lorenzo Quadri in einer 2017 vom Nationalrat angenommenen Motion, die jedoch durch den Ständerat abgelehnt wurde, das Verbot der Finanzierung von Moscheen aus dem Ausland, eine Offenlegungspflicht für die Finanzen muslimischer Gemeinschaften und eine Verpflichtung zur Abhaltung von Predigten in der Ortssprache. Bundesrat und muslimische Verbände kritisierten den diskriminierenden Ansatz, der Musliminnen und Muslime unter einen Generalverdacht stellen und gesetzliche Sonderregelungen einführen würde. 

Hier ganzer Bericht lesen:

religion.ch – Finanzierung muslimischer Gemeinschaften in der Schweiz

Abduselam Halilovic – 25.10.2022, religion.ch

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27. Oktober 2022
Rahel El-Maawi: «Nicht kulturelle Aneignung, sondern Rassismus»

Der Ravensburger Verlag hat Bücher über den jungen Häuptling Winnetou zurückgezogen. Im Sommer dominierte die Debatte um abgesagte Konzerte von weissen Reggae Musikern. Die hitzige Diskussion rund um kulturelle Aneignung schade der Aufarbeitung des Rassismus in der Schweiz, sagt Rahel El-Maawi.

Rahel El-Maawi: «Nicht kulturelle Aneignung, sondern Rassismus» – Tagesgespräch – SRF

SRF Tagesgespräch 25.10.2022

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19. Oktober 2022
17. Oktober 2022
29. August 2022
GOTT POLYGLOTT – VON DER MEHRSPRACHIGKEIT RELIGIÖSER MENSCHEN – SRF Perspektiven Sendung mit Tabitha Walther

Schon Kinder lernen Hebräisch, Thailändisch, Arabisch oder Sanskrit. Das sind die Sprachen ihrer heiligen Schriften und Gebete. Daneben sprechen sie Mundarten, Muttersprachen, Standartsprachen. Was bringt religiösen Menschen diese Mehrsprachigkeit? Die Theologin Tabitha Walther gibt Auskunft.

Gott polyglott – von der Mehrsprachigkeit religiöser Menschen – Perspektiven – SRF

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8. August 2022
«Religionen und Gesellschaft 2021»

Das Zürcher Forum der Religionen publiziert alljährlich einen Bericht mit dem Titel «Religionen und Gesellschaft», der einen Überblick liefert über Entwicklungen in den verschiedenen Religionsgemeinschaften im Raum Zürich sowie über aktuelle gesellschaftspolitische Debatten, die im Zusammenhang mit Religion stehen.

Den Bericht finden Sie hier

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30. Juni 2022
Warum ist der 1. Juli der Tag gegen antimuslimischen Rassismus?

Was ist antimuslimischer Rassismus?

Antimuslimischer Rassismus bezeichnet eine Form von Rassismus, die sich gegen Muslim:innen sowie Menschen richtet, die als Muslim:innen wahrgenommen werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie tatsächlich muslimisch sind oder sich als gläubig beschreiben. Antimuslimischer Rassismus wird auch als Form des „kulturellen Rassismus“ beschrieben. Biologische, kulturelle und religiöse Aspekte werden hier miteinander vermengt und der Islam dabei als etwas Unveränderliches definiert. Jegliches Verhalten von als Muslim:innen wahrgenommenen Menschen wird auf ihn zurückgeführt. Welche Gruppe als „fremd“ wahrgenommen und pauschal abgewertet wird, wird von Machtverhältnissen in einer Gesellschaft bestimmt. Also davon, welche Gruppen die Macht haben, andere zu definieren. Der Machtaspekt ist ein wesentlicher Bestandteil des Rassismusbegriffs.
Quelle: Mediendienst Integration

Warum ist der 1. Juli der Tag gegen antimuslimischen Rassismus?

Am 1. Juli 2009 wurde Marwa El-Sherbini im Dresdener Landgericht mit 18 Messerstichen ermordet. Der Täter war der Angeklagte, der sie und ihr Kind ein Jahr zuvor rassistisch Beleidigte. Auch ihr Mann wurde bei dem Angriff lebensgefährlich verletzt. Ihr 3-jähriger Sohn wurde Zeuge ihres gewaltvollen Todes. Der Mord an der schwangeren, 32-jährigen Pharmazeutin aus Ägypten wurde auch international zur Zäsur dafür, welche Folgen antimuslimischer Rassismus haben kann. Seitdem steht der 1. Juli als Tag gegen antimuslimischen …

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27. Juni 2022