Verschwörungstheorien entstehen selten im luftleeren Raum, sondern greifen bereits bestehende Mythen auf und «verpacken» diese neu. Viele dieser Verschwörungserzählungen basieren auf alten, antisemitischen Narrativen.
Anhand praxisnaher Beispiele erläutert Dina Wyler wie Fachpersonen im Bildungsbereich solche Narrative erkennen und benennen können und wie darauf reagiert werden kann.
Die gegenwärtigen politischen Diskurse in den USA sind geprägt durch den sogenannten «christlichen Nationalismus». Dies wird sichtbar in der Sprache und im politischen Handeln der Trump-Administration, der Republikanischen Partei und darüber hinaus in der US-amerikanischen Rechten.
Ins Blickfeld rücken einige zentrale Konzepte, die Verbindendes zwischen all diesen kirchlich-theologischen Lagern herstellen. Insbesondere werden die Strategien des «christlichen Rekonstruktionismus» und der «Herrschaftstheologie» in Netzwerken der Neuen Apostolischen Reformation popularisiert. Längst aber sind solche Theologien eines christlichen Nationalismus auch auf internationaler Ebene gesellschaftspolitisch wirksam geworden.
Know Hope versieht Mauern und Strassen mit feinsinnigen Sätzen und rätselhafen Figuren. Der Sohn eines Künstlerpaars aus den USA, der als Zehnjähriger nach Israel kam, wird als Guerilla-Artist à la Banksy gefeiert. Das ist für Addam Yekutieli alias Know Hope eine Simplifizierung seiner Kunst, die tief eindringt in die israelisch-palästinensischen Vernarbungen.
Der Zeitraum der Spätantike ist besonders interessant, um die geistigen und kulturellen Durchdringungen unter den Bürgern des Römischen Reiches zu verfolgen.
Architektur, Musik und Kunst der Juden, Christen und Polytheisten durchdringen sich, obwohl es offensichtliche Unterschiede in ihrer theologischen Auffassung gibt. Dazu tauchen schöne Beispiele in der griechisch-römischen, christlichen und jüdischen Architektur und Kunst auf.
Der Vortrag möchte aufzeigen, dass Kunst ein geeignetes Feld für Ökumene und interreligiösen Dialog sein kann.