Geburt markiert den Übergang ins Leben. Sie ist ein tiefgreifendes, mitunter dramatisches Ereignis, das für die Beteiligten Glück und Schmerz, Ergriffenheit und Grenzerfahrung mit sich bringt. Sie bringt Menschen auch in Verbindung mit der Zerbrechlichkeit und dem Wunder von neuem Leben und den damit verbundenen Zukunftswünschen und existenziellen Ängsten.
Wir hören dazu drei Kurzvorträge aus muslimischer, jüdischer und christlicher Perspektive. Die Referentinnen werden drei unterschiedliche Zugangsweisen wählen. Diese entsprechen ihrem jeweiligen Bezug zum Thema Geburt im praktischen Alltag, in der religiösen Gemeinschaft, in ihrem Beruf und der theologischen Orientierungshilfe.
Was bedeutet «Tradition» im Islam – und wie entsteht aus ihr Wandel?
Oft wird Tradition als etwas Starres verstanden, das Fortschritt ausbremst. Die eigentliche Absicht der Tradition ist allerdings immer schon die Selbsterneuerung gewesen.
Der Islamwissenschaftler Amir Dziri zeigt, wie Muslime ihre religiöse Überlieferung immer wieder neu deuten, um sie mit den Fragen ihrer Zeit in Verbindung zu bringen. Sein Zugang verbindet Theologie, Philosophie und gesellschaftliche Reflexion – und lädt dazu ein, Tradition als Grundlage lebendiger Veränderung zu verstehen.
Am 18. Februar 2026 beginnen sowohl die christliche Fastenzeit als auch der muslimische Ramadan.
Dieses seltene Zusammentreffen nehmen wir zum Anlass, um miteinander ins Gespräch zu kommen und das Fasten aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten.
Die Veranstaltung gibt an exemplarischen Beispielen Einblick, wie die römisch-katholische Kirche mit ihrem antijudaistischen Erbe umgeht und zeigt Wege zur Überwindung von verschiedensten Formen von Judenfeindschaft auf.