Glauben und Herrschen
18:15 - 21:00
8005 Zürich
Christlicher Fundamentalismus in der Ära Trump
Die gegenwärtigen politischen Diskurse in den USA sind geprägt durch den sogenannten «christlichen Nationalismus». Dies wird sichtbar in der Sprache und im politischen Handeln der Trump-Administration, der Republikanischen Partei und darüber hinaus in der US-amerikanischen Rechten.
Gleichwohl verbindet dieses Label eine heterogene Zusammenstellung sehr unterschiedlicher theologischer Strömungen. Diese reichen von reformiert-calvinistischen über rechtskatholische Positionen bis hin zu evangelikalen, charismatisch-pfingstkirchlichen Gruppierungen.
Ins Blickfeld rücken einige zentrale Konzepte, die Verbindendes zwischen all diesen kirchlich-theologischen Lagern herstellen. Insbesondere werden die Strategien des «christlichen Rekonstruktionismus» und der «Herrschaftstheologie» in Netzwerken der Neuen Apostolischen Reformation popularisiert. Längst aber sind solche Theologien eines christlichen Nationalismus auch auf internationaler Ebene gesellschaftspolitisch wirksam geworden.
Das Thema des christlichen Fundamentalismus, aber auch des christlichen Nationalismus, bekommt 2026 eine besondere Brisanz und Dringlichkeit – nicht zuletzt wegen der anstehenden Zwischenwahlen in den USA einerseits und weil es andererseits das 250-Jahr-Jubiläum der U.S.-amerikanischen Demokratie markiert.
Referent:
Prof. Dr. Andreas Heuser
Programmkonzeption:
Tabitha Walther
Moderation:
Beatrice Frei Guélat



