«Zweifelssohn»
19:00 - 20:30
8001 Zürich
Lesung mit Max Czollek
Der Protagonist Zweifelssohn – wie der jüdische Aufklärer Mendelssohn, aber mit Zweifel – reist von Wien durch verschiedene deutsche Städte bis nach Rügen und ist dabei immer auch auf der Flucht vor einer Welt, deren Ende ihn einzuholen droht. Vielleicht ist Zweifelssohn verrückt, vielleicht ein Genie, vielleicht ein Prophet, so genau lässt es sich nicht sagen. Jedenfalls sieht er Dinge, die andere nicht sehen: tote Verwandte auf einer Wiener Wasserstrasse, prophetische Visionen in Münchner Vorstädten und eine rauchende Hannah Arendt am Berliner Landwehrkanal. Er ist das Gegenteil von Leichtigkeit, trägt in seinem Koffer die Schwere der Geschichte. Schwebt zugleich über ihr, denn bei ihm besteht alles aus Gas, wie beim Warzenschwein Pumba aus dem König der Löwen. Er hält sich fest an seinen Freund*innen und ist doch endlos weit entfernt von ihrer Gegenwart.
«Zweifelssohn» ist der poetische, witzige und verzweifelt optimistische Debütroman von Max Czollek.
18:00 Uhr: Ankommen, Ausstellung entdecken und warme Suppe geniessen
19:00 Uhr: Lesung
Mit Max Czollek und Nina Kunz
Max Czollek, geboren 1987, ist Autor und lebt in Berlin. Er ist Mitherausgeber des Magazins Jalta – Positionen zur jüdischen Gegenwart, Mitglied des Lyrikkollektivs G13 und Kurator beim Haus der Kulturen der Welt Berlin, Stadtschreiber zu Rheinsberg und DAAD Distinguished Chair in Contemporary Poetics, New York 2024. »Zweifelssohn« ist sein erster Roman.
Nina Kunz (Moderation) wurde 1993 geboren, studierte Sozial- und Wirtschaftsgeschichte in Zürich und arbeitet seit 2017 als Autorin für Das Magazin. Ihr erstes Buch «Ich denk, ich denk zu viel» (Kein & Aber) erschien 2021 und war über 70 Wochen lang auf der Schweizer Bestsellerliste. Seit 2024 ist sie Kritikerin im SRF-Literaturclub.
Diese Veranstaltung ist Teil vom Pop-up Festival Jewaspora – Past. Present. Futures
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