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SUMMARY:Ringvorlesung: Jesus und Mohammed
DESCRIPTION:Hier ein Aussteigertyp\, der Liebe predigte\, sich aufmachte\, eine bestehende Religion umzugestalten\, damit aber erst nach seinem Tod Erfolg hatte. Dort ein Kauf- und späterer Staatsmann\, der eine neue Religion gründete und ihre Expansion selbst anführte. Beide schliesslich männlich\, hochcharismatisch und mit direktem Draht nach oben: Jesus und Mohammed ähneln und unterscheiden sich auf ebenso faszinierende Weise wie die Religionen\, die ihr Erbe sind. \nDie Ringvorlesung betrachtet die historischen Personen ebenso wie die Lichtgestalten\, vergleicht sie und ihre Lehren und stellt dabei auch Verbindungen zur Gegenwart her. \n16.11.2023 Der historische Jesus\nEin Reformator und seine Rolle beim Auseinandergehen von Christentum und Judentum\nWie wird ein Zimmermann zum Reformator? Wer Jesus von Nazareth war\, was er wollte und wie er sich selber verstand\, ist eine anspruchsvolle Frage für Geschichts- und Kulturwissenschaften. Die Vorlesung arbeitet heraus: Jesus wollte keine neue Religion gründen\, sondern stiess eine Reformbewegung im damaligen palästinischen Judentum an. Sein Selbstbewusstsein als Gesandter Gottes hatte aber zugleich zur Folge\, dass er Ausgangspunkt für die Bildung von Gruppen wurde\, die sich in einem langwierigen Prozess vom damaligen Judentum trennten und eine neue Religion in der kaiserzeitlichen Mittelmeerwelt bildeten. \nSamuel Vollenweider\, Uni Zürich \n  \n23.11.2023 Der historische Mohammed\nEine Annäherung an den islamischen Glaubensstifter über sein religiös-politisches Umfeld\nHat Mohammed als historische Person überhaupt existiert? Oder ist er nur eine spätere Erfindung? Fragen wie diese wurden in den letzten Jahren auch öffentlich diskutiert\, nachdem die sogenannte Inârah-Gruppe mit ihren spektakulären Thesen zur Frühzeit des Islams die Aufmerksamkeit der Medien auf sich ziehen konnte. Der Vortrag erklärt anhand der Quellenlage\, warum die Zweifel an der Historizität Mohammeds unbegründet sind\, und zeigt auf\, wie sich über die Betrachtung seines religiös-politischen Umfeldes ein Weg finden lässt\, seine historische Rolle bei der Entstehung des Islams zu würdigen. \nPatrick Franke\, Uni Bamberg \n  \n30.11.2023 Jesus\, Sohn Gottes\nWie Jesus zur Glaubensfigur wurde und wie sich sein Bild veränderte\nVon unser aller Erlöser bis zu «Jesus Christ Superstar» – Menschen haben sich im Lauf der Zeit verschiedenste Vorstellungen von Jesus gemacht. Wann kam es erstmals zu solchen Zuschreibungen\, die Jesus als Mensch übersteigen\, und wie haben Sie sich bis heute verändert? Der Schwerpunkt des Vortrags liegt beim Attribut «Sohn Gottes»\, das je nach Kontext ganz verschieden verstanden werden kann\, etwa als Aussage über das Wesen Jesu oder als Ehrentitel. Ein Blick auf die Anfänge im Neuen Testament und auf religionsgeschichtliche Parallelen hilft dabei\, die Entwicklung des Jesusbilds besser zu verstehen. \nRuben Bühner\, Uni Zürich \n  \n07.12.2023 Mohammed\, Siegel der Propheten\nDie Stellung Mohammeds im Islam im Lauf der Zeit und heute\nDie Funktion des Propheten Mohammed ist in der islamischen Tradition unbestritten: Bis ins 19. Jahrhundert wurde er vor allem als Träger der göttlichen Offenbarung gedeutet. Dagegen polemisierten christliche Apologeten gegen Mohammed als Betrüger\, Feldherrn oder Wüstling. Dem entsprach in der islamischen Tradition eine neuzeitliche Wende hin zu einem historischen Mohammed\, der zu einem Rollenmodell für gesellschaftliche und politische Entwicklungen werden sollte. \nReinhard Schulze\, Uni Bern \n  \n14.12.2023 Jesus und Mohammed: Berührungspunkte\nWechselseitige Reaktionen und Rezeption\nJesus wird im Koran als ein ganz besonderer Gesandter Gottes dargestellt\, der schon als Säugling seine aussergewöhnlichen Fähigkeiten zur Verteidigung seiner Mutter einsetzte. Mohammed wird dagegen von den ersten christlichen Theologen als Antichrist verleumdet. Denn eines ist Jesus im Islam nicht: Sohn Gottes oder gar selbst Gott. Christ und Antichrist: dazu wurden Jesus und Mohammed erst in ihrer Rezeption gemacht. Der Vortrag legt dar\, wie sich die Bilder und Lehren von Jesus und Mohammed gegenseitig beeinflusst haben – und wie dies das gegenseitige Verständnis bis heute prägt. \nKatharina Heyden\, Uni Bern \n  \nJeweils 60 Minuten + 10-20 Minuten für Publikumsfragen. \nAlle Vorlesungen: CHF 150.-\nEinzelne Vorlesung: CHF 35.- \nDies ist eine Hybrid-Veranstaltung. Die Lesungen können vor Ort oder online besucht werden. \n  \nGerne empfehlen wir folgende ergänzende Veranstaltungsreihe der Paulus Akademie:\nReligion & Literatur – Der literarische Jesus\nJesus-Interpretationen zwischen Theologie und Kultur
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